Wat is'n dit?

Prellball

ist eine Mannschaftssportart und zählt zu den so genannten Rückschlagspielen.

Prellball entstand aus dem Turnen, als Turner den Ball zur Auflockerung ihrer Übungsstunden nutzten. Ein genaues Entstehungsdatum ist nicht dokumentiert. Erste Hinweise auf ein Spielen über eine umgedrehte Turnbank datieren aus den Jahren 1925/1926.

Ab 1936 wurde in Turnstunden nach selbst erarbeiteten Regeln gespielt, bis 1945 amtliche Spielregeln eingeführt wurden. Seit dieser Zeit entwickelte Prellball sich zu einem Spiel mit Wettkampfcharakter.

Regeln

Für das Prellballspiel gelten die offiziellen Spielregeln des Deutschen Turnerbundes (DTB) und die Ordnung des Fachbereiches Spiele (OFS) des DTB.

Das Spielfeld ist 8 m x 16 m groß, also etwas kleiner als ein Volleyballfeld. Es ist in der Mitte durch eine Leine oder ein 5 cm breites Netz in 40 cm Höhe geteilt. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Jedes Team besteht aus mindestens drei, üblicherweise jedoch vier Spielerinnen oder Spielern. Bis zu zwei Auswechselspieler pro Mannschaft sind gestattet. Auswechslungen können beliebig oft erfolgen. Im Wettkampfbetrieb sind gemischt geschlechtliche Mannschaften nicht vorgesehen, im Gegensatz zu vereinzelten Turnieren, bei denen gemischte Mannschaften erlaubt sind.

Der Spielball hat einen Umfang von 62 cm bis 68 cm und ein Gewicht von 320 g bis 380 g. Im Jugendbereich von 11 bis 14 Jahren kann ein leichterer Ball mit einem Gewicht von 260 g bis 300 g verwendet werden.

Die Spielzeit beträgt 2 x 10 Minuten. Sieger ist die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit mehr Punkte erzielen konnte.

Was ist Prellball?

Das Prellen, von dem das Spiel seinen Namen hat, ist das Hinunterschlagen des Balles mit der geschlossenen Faust oder mit dem Unterarm, wobei nicht nur der Ball, sondern auch der Unterarm eine deutliche Abwärtsbewegung erkennen lassen muss. Den Ball lediglich abprallen zu lassen, wird als technischer Fehler gewertet.

Ziel des Spieles ist es, den Ball so auf den Boden der eigenen Spielfeldhälfte zu prellen, dass er über die Leine auf die Seite des Gegners gelangt und dort vom Gegner nicht regelgerecht angenommen werden kann. Dabei darf der Ball sowohl direkt aus der Luft als auch nach einer Bodenberührung angenommen werden.

Der Ball darf nach jedem Spielerkontakt innerhalb der eigenen Mannschaft nur einmal auf dem Boden aufprellen, was bedeutet, dass der Ball vom nächsten Mitspieler direkt aus der Luft gespielt werden muss. Jeder Spieler darf dabei den Ball während eines Spielzugs nur einmal prellen. Die drei Phasen eines Spielzugs sind üblicherweise Annahme, Aufspiel und Angriff. Spätestens mit der dritten Berührung muss der Ball wieder über die Leine gespielt werden.

Weder der Ball noch die Spieler dürfen die Leine berühren. Bei jedem Fehler einer Mannschaft wird der anderen ein Punkt gutgeschrieben. Der Ball wird anschließend aus dem Bereich hinter der Grundlinie durch die Angabe wieder ins Spiel gebracht. Im Jugendbereich oder in kleinen Turnhallen kann die Angabe auch vor der Grundlinie, also innerhalb des Feldes, vorgenommen werden. Angabe hat diejenige Mannschaft, die zuletzt einen Fehler begangen hat.