KARIBU KENYA

 

Das heißt „Willkommen in Kenia“ und willkommen haben wir uns gefühlt in diesem wunderschönen Land, mit seiner atemberaubenden Natur und seinen netten Bewohnern.

Der Sinn unserer Reise stand von vornherein fest. Wir wollten Urlaub machen in dem Land, aus dem die Lauf-Stars kommen. Sehen wie Sie leben, trainieren und wo sie verwurzelt sind.

Unser Reiseziel: ITEN

Ein kleiner Ort im kenianischen Hochland auf 2.300 m Höhe über dem Meeresspiegel.

Bei der Einfahrt in den Ort wird man wie folgt begrüßt: „Welcome in Iten - Home of Champions“ und das stimmt! Viele berühmte Medaillengewinner leben hier.

Mary Keitany – Weltrekordhalterin Halbmarathon und 25 km

David Rudisha – Weltrekordhalter 800 m

Wilson Kipsang – Sieger des Frankfurt Marathon 2011

 

Eine Hochzeit mit Weltklasse….

Der Zufall hat uns eine besondere Ehre beschert. Während unseres Aufenthaltes in Iten sind wir kurzfristig als Gäste zur Hochzeit von Weltrekordhalterin Mary Keitany eingeladen worden.

Eine kenianische Hochzeit wird begleitet von unendlich vielen Reden. Nahezu alle wichtigen Gäste wollen und müssen zu Wort kommen. Durch das Programm begleitet der „Master of Ceremony“.

Unter den Brautjungfern und den Begleitern des Bräutigams waren mehr als 10 aktuelle Spitzenathleten. Die Brautjungfern waren mit Gold, Silber und Bronze bei den Leichtathletik Weltmeisterschaften 2011 dekoriert worden…

Nicht weniger als 100 der ca. 500 anwesenden Gäste waren oder sind internationale Sportstars.

Ein Sportjournalist hätte seine helle Freude daran gehabt…

 

Unsere Spendenaktion
Direkt nach der Planung unserer Reise war uns klar, dass wir auch etwas mitbringen möchten.

Viele der Laufstars stammen aus ärmlichen Verhältnissen. Das Laufen gibt ihnen die Möglichkeit sich einen gewissen Wohlstand zu erarbeiten. Doch nicht jeder in diesem Land kann laufend der Armut entfliehen. In vielen Dörfern herrscht bittere Armut und die Leute leben von der Hand in den Mund. Wer ein Haus mit fließend Wasser und Strom hat, hat es schon zu einigem Reichtum gebracht.


Nach eingehender Beratung mit unserem ortskundigen Gastgeber Jean –Paul Fourier aus Belgien, haben wir uns entschieden unsere Spende der „KOBIL SCHOOL“ zukommen zu lassen.

Das Waisenhaus für körperlich und geistig behinderte Kinder mit integrierter Grundschule ist auf Spenden angewiesen, denn die staatliche Förderung (250,00 € im Jahr) reicht bei weitem nicht aus, um ca. 40 Kinder und das Personal zu finanzieren.

Eine Gruppe Freiwilliger Helfer (ITENIA) aus Belgien übernimmt seit einigen Jahren die Förderung der

Kobil School. Sie verwalten die Spenden und organisieren und überwachen die einheimischen Bauarbeiter für die Verbesserung der Lebenssituation. Sie sorgen auch dafür, dass der magere Speiseplan durch regelmäßige Zuschüsse ein wenig nahrhafter gestaltet werden kann. Denn Dinge wie Brot, Fleisch oder Fisch sind LUXUS!

Am 03.01.2012 besuchten wir mit Eric Seynaeve (ein Belgier der seit Jahren in Kenia lebt und die Helfer Initative Itenia leitet) die Kobil School. Die Kinder saßen bereits artig auf der Bank vor der Schule als wir ankamen. Das Lehrpersonal war ebenfalls angetreten um uns zu begrüßen. Wir fühlten uns ein wenig befangen und die Kinder wirkten auch sehr schüchtern. Doch nach einem kleinen Vorstellungsmarathon (bei dem sich jedes Kind vorgestellt hat) und der Überreichung des mitgebrachten Spendenschecks tauten alle etwas auf.

Vom Schulleiter erhielten wir eine Führung durch die Schule um uns ein Bild von der Lage zu machen. Danach setzten wir uns zu den Kindern auf den Rasen und wurden mit einigen Liedern belohnt und mit lachenden Gesichtern verabschiedet. Für uns war es ein sehr bewegender Tag.


Die Verwendung unserer Spende

Insgesamt konnten wir einen Spendenscheck von € 1.000,00 mit nach Kenia nehmen.

Diese große Summe war vor allem durch den beherzten Zuschuss des Frankfurt Marathon in Höhe von € 500,00 ein paar Tage vor unserer Abreise möglich.

Durch eine Spendenaktion der ITENIA in Belgien konnte bereits mit dem Bau der neuen sanitären Anlagen begonnen werden. Mit unserer Spende ist es nun möglich auch eine Solaranlage für die Produktion von warmem Wasser zu installieren.

Vielen Dank an:


LAC Olympia 88 e.V.

TSV Marienfelde 1890 e.V. – Abteilung Turnen und Gesundheitssport

VFV Spandau 1922 e.V. - Abteilung Leichtathletik

Frankfurt Marathon

 

Und an alle weiteren Spender die uns etwas in die Sammelbüchse geworfen haben!


ASANTE SANA KENYA / VIELEN DANK KENIA

 

für diese wundervollen Eindrücke die wir mitnehmen konnten.

Sandra Wolter

Komm. Jugendwartin Turnen

Christoph Kopp (LAC Olympia 88 e.V.) bei der Übergabe des Schecks an den Schulleiter der Kobil School.

Sandra Wolter (TSV Marienfelde 1890 e.V.) Ines Rentsch (ehemals TSV Marienfelde)

 

Eric Seynaeve und Jean-Paul Fourier (ITENIA), Schüler und Lehrer der Kobil School